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Quintenzirkel

Dieser Text beschreibt Quintenzirkel.


Der untere Text beinhaltet die Quintenzirkel Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Quintenzirkel Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Quintenzirkel fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Quintenzirkel möglichst ausführlich zu halten.

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Quintenzirkel Artikel


Der Quintenzirkel ist eine grafische Veranschaulichung der Verwandtschaftsbeziehungen der Tonarten zueinander. Er entspringt dem abendländischen Harmonieverständnis und beruht auf der Erkenntnis, dass eine Tonart die größte Nähe zu denjenigen Tonarten hat, die in dem Abstand einer Quinte (Fünftonschritt = sieben Halbtonschritte) zu ihr stehen.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Der AMA-Quintenzirkel für Tasteninstrumente, Drehscheibe Das Buch "Der AMA-Quintenzirkel für Tasteninstrumente, Drehscheibe" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch.

Der Quintenzirkel für die Dur-Tonarten

Das nachfolgende Schema ist Grundlage unserer seit Jahrhunderten bestehenden Harmonielehre:

Quintenzirkel Beschreibung

Diese Grafik veranschaulicht die in dem Quintenzirkel angeordneten Dur-Tonarten, die in dem Deutschen traditionell mit Großbuchstaben gekennzeichnet sind. Sie zeigt, dass mit jeder Tonart in dem Quintabstand ein Vorzeichen hinzutritt: Bei den Quinten aufwärts jedes Mal ein weiteres # (Kreuz), bei den Quinten abwärts ein weiteres b.

Das # erhöht den von ihm betroffenen Ton um einen Halbtonschritt (z.B.: bei G-Dur (ein Vorzeichen) wird F zu dem Fis), das b erniedrigt den jeweiligen Ton um einen Halbtonschritt (z.B.: bei Es-Dur (3 Vorzeichen) wird H zu dem B, E zu dem Es und A zu As.

Die Erhöhung bzw. Erniedrigung bestimmter Töne in den Tonarten ist dem abendländischen Harmonieverständnis geschuldet: Danach wird eine Dur-Tonleiter und damit die darauf aufbauende Tonart ca. als harmonisch empfunden, wenn neben den Ganztonschritten zwei Halbtonschritte berücksichtigt werden: zwischen der Terz und der Quarte sowie zwischen der Septime und der Oktave. (siehe hierzu auch unten: Hintergründe.)

Anhand einer Klaviatur wird es plastisch:

Neben den weißen Tasten gibt es in dem Wechsel zwei bzw. drei schwarze Tastengruppen sowie zwei Lücken zwischen E/F und H/C. Sowohl die schwarzen Tasten wie auch die Lücken machen Halbtonschritte sichtbar.

Quintenzirkel BeschreibungAuf dem Klavier lässt sich eine C-Dur-Tonleiter spielen, ohne eine schwarze Taste anrühren zu müssen, denn die Abstände zwischen E/F und H/C sind die für das Harmonieverständnis notwendigen Halbtonschritte auf der Terz/Quarte bzw. Septime/Oktave. C-Dur kommt also ganz ohne Vorzeichen aus.

Buch-Tipp: Der Quintenzirkel für Gitarre, Drehscheibe Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Der Quintenzirkel für Gitarre, Drehscheibe". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet.

Die # - Tonarten

Alle anderen Tonarten bedürfen der Vorzeichen, die ebenfalls in dem Quintabstand (bei den Kreuz-Tonarten aufwärts bewegend) hinzutreten. Sie erzwingen eine Erhöhung von Tönen um jeweils einen Halbtonschritt:

  • G-Dur: Fis
  • D-Dur: Fis/Cis
  • A-Dur: Fis/Cis/Gis
  • E-Dur: Fis/Cis/Gis/Dis
  • H-Dur: Fis/Cis/Gis/Dis/Ais
  • Fis-Dur: Fis/Cis/Gis/Dis/Ais/Eis (sprich: E-is)

Dies ließe sich beliebig fortführen: Cis-Dur mit sieben #, Gis-Dur mit acht # bis hin zu Eis-Dur mit elf #. Aber das macht die Sache nicht ca. sehr unübersichtlich, sondern wartet überdies mit einem seltsamen Ergebnis auf: Die weiteren Erhöhungen von ohnehin schon erhöhten Tönen führt nämlich vom Klangbild her zurück auf schon dagewesene Töne:

So würde bei Eis-Dur (11 #)

neben den aus Fis-Dur schon bekannten 6 #
ein "His" (= C),
ein "Fisis" (doppelte Erhöhung von F = G),
ein "Cisis" (doppelte Erhöhung von C = D),
ein "Gisis" (doppelte Erhöhung von G = A),
ein "Disis" (doppelte Erhöhung von D = E) und
ein "Aisis" (doppelte Erhöhung von A = H) hinzutreten.

Das Phänomen, dass unterschiedlich benannte Töne doch ein und dieselben sind, bezeichnet man enharmonische Verwechslung. Dieses Prinzip macht man sich beim Quintenzirkel zunutze, indem man statt der stets komplizierter werdenden Kreuztonarten lieber die entsprechenden, gleich klingenden b-Tonarten benutzt.

Zum Beispiel statt Gis-Dur (acht #) As-Dur (vier b).
Oder - um bei der lediglich virtuellen Tonart "Eis-Dur" zu bleiben: Statt 11 # bedarf es ca. einer einzigen Tonerniedrigung durch das b. Das Notenbild wird dadurch wesentlich klarer, klanglich macht es (bei gleichstufiger Stimmung) keinen Unterschied.
Buch-Tipp: Der Quintenzirkel für Klavier und Keyboard, Drehscheibe Um ausführliche Informationen zum Buch "Der Quintenzirkel für Klavier und Keyboard, Drehscheibe" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet.

Die b- Tonarten

Die Bewegung der Tonarten in dem Quintabstand ebenso wie das Hinzutreten der Vorzeichen in dem Quintabstand, die eine Erniedrigung der Töne erzwingen, erfolgt bei den b-Tonarten abwärts:

  • F-Dur: B
  • B-Dur: B/Es
  • Es-Dur: B/Es/As
  • As-Dur: B/Es/As/Des
  • Des-Dur: B/Es/As/Des/Ges
  • Ges-Dur: B/Es/As/Des/Ges/Ces

Anhand der Überschneidung von Ges-Dur und Fis-Dur in dem Quintenzirkel wird die enharmonische Verwechslung sichtbar.

Mit dem Prinzip der sechs #-Tonarten und der sechs b-Tonarten sind alle Tonarten abgedeckt. Nicht ca. die zwölf Dur-Tonarten, sondern sogar die zwölf Moll-Tonarten. Das erklärt sich wie folgt:

Buch-Tipp: Die fröhliche Violine: Fröhliche Violine, Bd.3, B-Tonarten, C-Dur, 2. und 3. Lage, 'Doppelgriffe und andere Kniffe': Bd 3 Auch diesmal ein Erfolg Wie auch schon in dem zweiten Band dieser Violin-Unterrichtswerke, hat Renate Bruce-Weber einen wertvollen Bestandteil des Violin-Unterrichts geschaffen. Auch in diesem Band fehlen die Kurztexte über berühmte Persönlichkeiten, ihre Werke und auch die für Kurzweil sorgenden Bilder nicht. Auch trifft man in allen Bänden dieser...

Der Quintenzirkel für die Moll-Tonarten

Quintenzirkel Beschreibung

Diese Grafik veranschaulicht in dem inneren Radius des Quintenzirkels die Anordnung der Moll-Tonarten, die in dem Deutschen traditionell mit kleinen Buchstaben gekennzeichnet sind.

Die Moll-Tonarten werden auch Paralleltonarten genannt. Die Parallele besteht darin, dass alle Moll-Tonarten bei der Frage, wieviele und welche Vorzeichen zu berücksichtigen sind, einer Dur-Tonart entsprechen.

Die Moll-Tonarten befinden sich jeweils drei Halbtonschritte tiefer als die Dur-Tonart, mit der sie die gemeinsamen Vorzeichen haben. So entspricht a-Moll dem C-Dur und hat darum keine Vorzeichen. Der Einwand, bei einer so genannten harmonischen a-Moll-Tonleiter würde man aber ein Gis und somit doch ein # vorfinden und bei einer sog. melodischen im Fall sogar zwei #, nämlich Fis und Gis, ist richtig. Es finden aus dem abendländischen Harmonieverständnis für Moll-Tonarten heraus Erhöhungen statt. Aber diese haben nichts mit den vom Quintenzirkel vorgegebenen Vorzeichen zu tun. Die einzelnen Erhöhungen oder Erniedrigungen in dem Notentext heißen zwar auch "Vorzeichen", aber bei der Vorgabe durch den Quintenzirkel geht es ca. um die Vorzeichen, die immer am Anfang der Notensysteme stehen. Einzelne Abweichungen in dem Notentext werden davon nicht erfasst.

Wieviele und welche Vorzeichen die jeweilige Moll-Tonart hat, lässt sich jetzt mit Hilfe der Grafik sowie der oben gemachten Ausführungen zu den Vorzeichen in den Dur-Tonarten leicht ablesen.

Man kann die parallelen Molltonarten bzw. Parallelakkorde noch leichter ablesen als mit oben gezeigter Übersetzung: Sie bilden mit dem Ausgangston einen rechten Winkel.(siehe C in 12-Uhrposition, a in 3 Uhr Position)

Buch-Tipp: Geistererscheinungen und Vorzeichen. Eine psychologische Deutung Irrglaube, Hinrgespinst oder Unerklärlich? Gutes, toll geschriebenes Buch. Der Autor versucht nicht bloß zu erklären woher das Unerklärliche kommt, vielmehr zeigt er auch in die Richtung der "Hinrgespinste". Ist alles wahr was wir sehen oder glauben zu sehen? Packendes Buch das sich mit den Urängsten der Menschheit beschäftigt und zeigt, wie...

Merksätze

Als Gedächtnisstützen haben sich einige Merksprüche etabliert:

  • Kreuztonarten:
    • Geh Du Alter Esel Hole Fische! oder
    • Geh Du Alter Esel Heute Fischen! (die "Klassiker")
    • Geh Du Alter Esel Heringe Fischen!
    • Gustav Deine Alten Eltern Haben Fistelstimmen
  • B-Tonarten:
    • Frische Birnen Essen Assessoren Des Gesetzes.
    • Faule Bären Essen Aas Des Gestorbenen.
    • Flotte Bienen Essen Aspirin, Desgleichen Gestern.
    • Feine Butter Essen Asse Des Gesangs.
    • Frische Beeren Essen Asse Des Gesangs.
    • Fritz Brachte Esther Astern Des Gesangsvereins.
    • Frische Brötchen Essen Assistenten Des Gesangsvereins.
    • Franz Beckenbauer E(r)stes As Des Gesangsvereins -(beliebter Spruch nach der Fußball-WM 1974).

Bei dem mit einem C beginnenden Merksprüchen ist natürlich zu beachten, dass C-Dur kein Vorzeichen enthält:

  • Kreuztonarten:
    • Christoph Gab Den Armen Eseln Heute Fische - Cis!
  • B-Tonarten
    • Cato fand beim Essen Astern des Gesandten Cäsar.

siehe auch: Anderssprachige Tonbezeichnungen

Buch-Tipp: Kursheft Musiklehre Die Beschreibung für das Buch "Kursheft Musiklehre" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Bedeutung für die Harmonielehre

Der Quintenzirkel beschränkt sich nicht allein darauf, darzustellen, welche Tonart wieviele Vorzeichen hat. Die Nähe der Tonarten zu den ihnen am nächsten gelegenen ermöglicht zugleich die Beurteilung, welche Klänge und Akkorde am besten harmonieren. Ein Beispiel:

Um das C (= Tonika) gruppiert sich das G (= Dominante), das F (= Subdominante), das a (= Tonikaparallele), das e (=Dominantenparallele) und das d (= Subdominantenparallele). In dieser engen Kombination entstehen Harmonien, die gut zusammenpassen. Diese Kombination kann man mit Hilfe des Quintenzirkels an allen Tönen exerzieren. Kombinationen mit entfernter liegenden Tönen bedürfen der Modulation. Nimmt man also eine beliebige Tonart aus dem Quintenzirkel als Ausgangstonart und betrachtet ihre beiden Nachbarn, so unterscheiden sich diese von ihr ca. durch jeweils einen einzigen Ton.

Es ist dieses der 4. Ton in der Ausgangstonart, der erhöht (durch # oder Weglassen eines b) und zu dem 7. Ton in der einen Nachbartonart wurde und der 7. Ton in der Ausgangstonart, der erniedrigt (durch b oder Weglassen eines #) und zu dem 4. Ton in der anderen Nachbartonart wurde.

Damit stehen die beiden Tonarten in engem verwandtschaftlichen Verhältnis zueinander, ihr Material ist fast deckungsgleich.Zum Beispiel in Es-Dur:

Quintenzirkel Beschreibung

Wenn man nun einen Dreiklang in einer Nachbartonart bildet, der nicht den 4.Ton bzw. in der anderen den 7. Ton benutzt, so könnte dieser Dreiklang genausogut der Ausgangstonart angehören.

Quintenzirkel Beschreibung

Besonders wichtig sind die Dreiklänge auf dem ersten Ton (der ersten "Stufe") der beiden Nachbartonarten. Auch sie benutzten ca. leitereigene Töne der Ausgangstonart und stehen in ihr auf der 4. bzw. 5. Stufe.

(Darüber hinaus sind in ihnen aber die beiden Töne enthalten, die zur Erzeugung der jeweils anderen Nachbartonart verändert wurden. D.h. mit diesen beiden Dreiklängen ist eine Abgrenzung der Ausgangstonart zu ihren beiden Nachbartonarten möglich.)

In diesen drei Dreiklängen (auf den jeweils ersten Stufen der drei Tonleitern) ist zudem jeder Ton der Grundtonart mindestens einmal vertreten; man benötigt zur Begleitung einer einfachen Melodie, die ca. mit den Tönen der Grundtonart auskommt, zunächst ca. diese drei Dreiklänge.

Auffällig ist außerdem, dass der einzige Dreiklang in der Ausgangstonart, der nicht in den Nachbartonarten vorkommt

  1. weder ein Dur- noch ein Molldreiklang ist, sondern ein so genannter verminderter Dreiklang (zwei kleine Terzen übereinander)
  2. dadurch auch nicht in dem Quintenzirkel repräsentiert ist
  3. Der Dreiklang auf der 7. Stufe ist eigentlich klanglich kein eigener Akkord sondern ein Dreiklang der 5. stufe(Dominante) bei dem lediglich der Grundton nicht gespielt wird. Wenn man diesen Dreiklang mit einem Verminderten Akkord vergleicht wie er üblicherweise gespielt wird (als Vierklang, 4 x eine kleine Terz übereinander z.B Gis/H/D/F) so wird man sehr schnell feststellen dass beide klanglich kaum eine Verwantschaft aufweisen.

Die übrigen sechs Dreiklänge auf der ersten bis sechsten Stufe ergeben ferner exakt diejenigen sechs Dreiklänge, die sich in dem Zirkel um die Ausgangstonart gruppieren: As-Dur, Es-Dur, B-Dur, f-Moll, c-Moll, g-Moll. Damit ist das Klangrepertoire für Es-Dur vollständig.

Buch-Tipp: Pocket-Info, Musiklehre (Schott PRO line) Kompakt und auf den Punkt Und dazu noch umfassend, immerhin für mich als engagierten Laien. Exakt das, wonach man häufig sucht. In kurzen Worten oder eindeutigen Definitionen wird das vermittelt, worauf es ankommt. Sehr sympathisch.

Hintergründe

Buch-Tipp: Quintenzirkel Rund Zum Drehen Doppelseitig mit Nieten. Gitarre, Tabulatur, Klavier Um ausführliche Informationen zum Buch "Quintenzirkel Rund Zu dem Drehen Doppelseitig mit Nieten. Gitarre, Tabulatur, Klavier" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet.

Der Aufbau der Dur-Tonleiter

Nehmen wir als Ausgangspunkt die C-Dur-Tonleiter:

Quintenzirkel Beschreibung

Die Durtonleiter ist charakterisiert durch ihre Struktur, die sich aus der Reihenfolge der Ganz- und Halbtonschritte ergibt.

Quintenzirkel Beschreibung

Sie besitzt also zwei identisch gebaute Abschnitte, die so genannten Tetrachorde (griechisch: tetra=vier).

Quintenzirkel Beschreibung==== Erweiterung der Tonleiter aufwärts ==== Aufgrund dieser Gleichheit kann der zweite Abschnitt auch der erste Abschnitt einer anderen Tonleiter sein. Um eine komplette, heptatonische Tonleiter zu erhalten, fügt man vier Töne oben an:

Quintenzirkel Beschreibung

Wie man sieht, stimmt aber die Struktur des neuen Abschnitts noch nicht. Abhilfe schafft ein Vorzeichen: in diesem Falle muss das f als siebter Ton der Leiter zu dem fis erhöht werden, damit man eine echte Dur-Tonleiter erhält:

Quintenzirkel Beschreibung

Natürlich kann man die so gewonnene Tonleiter wiederum in zwei (gleich gebaute) Abschnitte teilen und den zweiten Abschnitt zu dem ersten einer weiteren umfunktionieren, komplettieren, den siebten Ton erhöhen und die nächste Dur-Tonleiter erhalten:

Quintenzirkel Beschreibung

Dieses Verfahren lässt sich beliebig wiederholen. Man beobachtet dabei zwei Dinge:

  1. Jedesmal wird ein Ton (und zwar der siebte) erhöht, indem ein Kreuz (#) hinzugefügt wird.
  2. Die neue Tonleiter steht, da sie auf dem fünften Ton der alten beginnt, eine Quinte höher als die alte.

Beginnend bei C-Dur kann man also folgendes Schema aufstellen:

Quintenzirkel Beschreibung

Buch-Tipp: Quintenzirkel, Drehscheibe Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Quintenzirkel, Drehscheibe". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet.

Erweiterung der Tonleiter abwärts

Analog kann man nun in der anderen Richtung verfahren.
Nimmt man den ersten Abschnitt der C-Dur-Tonleiter und erweitert ihn nach unten, erhält man folgendes:

Quintenzirkel Beschreibung

Auch hier muss, um die charakteristische Struktur einer Dur-Tonleiter herzustellen, ein Ton verändert werden. Es handelt sich hier um das h, das mittels Vorzeichen zu dem b erniedrigt werden muss:

Quintenzirkel Beschreibung

Wiederum analog zur Erweiterung aufwärts kann dieses Verfahren beliebig abwärts angewandt werden.
Die Beobachtungen entsprechen sich:

  1. Jedesmal wird ein Ton (der vierte) erniedrigt, indem ein b hinzugefügt wird.
  2. Die neue Tonleiter beginnt eine Quinte tiefer als die alte.

Beginnend bei C-Dur kann man folgendes Schema aufstellen:

Quintenzirkel Beschreibung

Um beide Schemata in einem zu vereinigen, rückt man C-Dur in die Mitte, sozusagen als Spiegelachse.

Quintenzirkel Beschreibung

Buch-Tipp: Trompete. Inkl. CD. Spielen, Lesen, Improvisieren in 12 Tonarten Ernsthaft gutes Lehrbuch! Dieses Lehrwerk vermittelt dem Anfänger sowie dem fortschreitenden (popular-/Jazz-)Trompeter ein umfangreiches und sinnvolles Rüstzeug. Substanzielle Tonbildungs- und Atemübungen stehen am Anfang; darauf folgen technische, rhytmische und Artikulationsübungen. Was diese Schule aber bestechend gut macht, ist die Auseinandersetzung...

Enharmonische Verwechslung

Um von dieser Achse zu dem Kreisgebilde zu gelangen, das den Quintenzirkel darstellt, bedarf es eines kleinen Tricks.

Hinter dem schwierigen Begriff "enharmonische Verwechslung" verbirgt sich einzig der Gedanke, dass ein Ton (zum Beispiel auf dem Klavier) nicht ca. einen einzigen Namen, sondern mehrere haben kann.

Ein fis - enharmonisch verwechselt - wird zu dem ges.
Ein b wird zu dem ais.

Diese Verwechslung ist mit allen Tönen möglich, selbst mit den Stammtönen:

Ein c wird zu dem his.
Ein d wird zu dem eses. (doppelt erniedrigtes e)

Wendet man diese Betrachtung auf die äußeren Enden unserer Quintenachse an, kann man diese Endpunkte zusammenführen, da sie die gleichen Töne und damit die gleichen Tonleitern nennen.

Quintenzirkel Beschreibung

Der Enharmonik wird allerdings suggestive Wirkung nachgesagt. Ein und dasselbe Stück wird man auch auf einem Instrument mit gleichstufiger Stimmung anders interpretieren, wenn es z. B. in Cis-Dur oder in Des-Dur notiert ist. Von den Komponisten werden darum nicht ca. 12 ( 6 # und 6 b), sondern 14 Vorzeichen, nämlich 7 # und 7 b als sinnvoll erachtet und benutzt: Zusammen mit C-dur und a-moll, die keine Vorzeichen kennen, ist es so gesehen berechtigt, von 30 Tonarten (je 15 in Dur und in Moll) zu sprechen (vgl. nächsten Abschnitt).

Buch-Tipp: Wer sind die Deutschen?: Nationale Identität unter neuen Vorzeichen Die Beschreibung für das Buch "Wer sind die Deutschen?: Nationale Identität unter neuen Vorzeichen" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Kritische Betrachtung

Die unter Enharmonische Verwechslung dargestellte Reihe schließt sich ca. zu einem Kreis, indem man Ges und Fis gleichsetzt. Moderne Instrumente sind häufig gleichstufig gestimmt, was diese Annahme rechtfertigt. Legt man aber die gemäß dem Quintenzirkel auf Quinten aufbauende pythagoräische Stimmung zu Grunde, wird beim Durchlaufen des Quintenzirkels der Grundton nie wieder getroffen:

Der Intervall-Abstand einer Quinte beträgt 3:2, das heißt nach zwei Quinten ergibt sich der Abstand (3:2)*(3:2), nach zwölf Quinten der Abstand (3:2)12 (also etwa die 129,75 fache Frequenz). Dieser Ton liegt sehr nahe bei einem Ton sieben Oktaven über dem Grundton. Da die Oktave das Frequenzverhältnis 2:1 hat, beträgt das Verhältnis zu dem Grundton nach sieben Oktaven 27 (128fache Frequenz). Man erreicht somit nachdem Durchlaufen aller zwölf Quinten einen Ton, der dem Grundton ca. sehr ähnlich ist, jedoch nicht entspricht. Der Unterschied von 129,75 : 128 wird auch Pythagoräisches Komma genannt. So gesehen müsste man eher von einer "Quintenspirale" reden:

Quintenzirkel Beschreibung

Das Eis (ein Halbton über dem E) klingt praktisch wie ein F, das His (ein Halbton über dem H) klingt praktisch wie ein C, und muss bei den Tasteninstrumenten auch so gestimmt werden, da es keine eigene Eis- und His-Taste gibt.

Verfolgt man den Zirkel weiter, sozusagen in eine zweite Runde, erhält man

... Ais - Eis - His - Fisis - Cisis - Gisis - Disis ...

Entsprechend sieht der untere Teil so aus:

... Eses - Heses - Fes - Ces - Ges - Des - As - Es - B - F - C - G ...

Schnelle Akordsuche

Mit Hilfe des Quintenzirkels kann man auch sehr schnell Akkorde finden.

Sehen wir uns z.B. den C-Dur -Akkord an (C E G) wenn man diese 3 Töne in dem Quintenzirkel mit Linien verbindet, bilden sie ein Dreieck. Dieses Dreieck kann man nun um den Kreismittelpunkt verdrehen und bekommt stets wieder einen Durakkord. Das gleiche lässt sich mit Mollakkorden machen. das Dreieck sieht ca. anders aus, lässt sich aber auch verdrehen. Verminderte Akkorde bilden in dem Quintenzirkel ein Quadrat (z.B C/A/Fis/Es), Übermäßige Akkorde ein gleichseitiges Dreieck(z.b C,E,As). wenn man also einmal die Form des Akkordes weiß, kann man in kürzester Zeit alle Akkorde herausfinden. == Hilfe beim Erlernen des Spiels nach Gehör== Wenn man versucht z.B. als Gitarrist Akkorde aus einem Stück herauszuhören, ist es sehr hilfreich, wenn man die Auswahl der Akkorde eingrenzen kann. Da verwandte Akkorde in dem Quintenzirkel nahe beieinander stehen, lässt sich diese Auswahl sehr leicht treffen. In dem Uhrzeigersinn kommen erst drei Dur- dann drei Moll-Akkorde (z.B. F-C-G-d-a-e). Wenn man innerhalb diese 6 Akkorde experimentiert, wird man in 90 Prozent der Lieder zu dem Erfolg kommen. Natürlich lässt sich die oben gezeigte Folge um den Mittelpunkt des Kreises verdrehen.

Siehe auch

II-V-I

Weblinks


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Quintenzirkel Beschreibung

Beurteilung: Quintenzirkel Beschreibung Exzellenter Artikel

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